Wie schön ist dieser Herbst? Gefühlt führen wir immer noch einen Sommer-Wahlkampf. Und gerade in Heidelberg fühlte es sich an wie Juli. Die Juso-Hochschulgruppe und die Jusos vor Ort haben alles aufgefahren, was einen guten Infostand im Sommer aus macht.
So zum Beispiel das Enten-Orakel. Dutzende SPD-Entchen drehen ihre Runden in einem Planschbecken, manche schon in sozialer Schieflage, da sie mit Haken und Zahlen versehen die Unzumutbarkeiten der Studienwahl verkörpern mussten. Doch bevor man sich überhaupt einen Studiengang angeln konnte, musste man ja erst realitätsnahe Ausgangsvorrausetzungen schaffen: Also. fix gewürfelt. Mit einer 1 oder 2 hatte man Glück und wurde reich geboren und konnte sich mit einen Käscher ohne Probleme eine Studiengang abschöpfen, bei allen anderen Zahlen galt leider das Pech der Geburt in kleinen Verhältnissen. Und so musste man sich abmühen im Schweiße seines Angesichts irgendeinen Studiengang an Land zu ziehen.
Und dann die Enttäuschung: Die so glücklich geangelten Studiengänge waren alle auf den zweiten Blick mit Unzumutbarkeiten gespickkt.Von kaum zu knackenden Zugangsbeschränkungen über unmenschliche Arbeitsbelastung zu fast-track-mastern auf Kosten der Komilitonen, die man aber eh kaum kennt, da man sie nur noch als anonyme Konkurrentenmasse wahrnehmen kann bis schließlich zu hohen Abbrecher-Quoten. Die Erkenntnis und damit verbunden die Frustration über unser ungerechtes Bildungssystem ist groß - gut, dass wir Alternativen aufzeigen können und uns nicht mit den gegebenen Verhältnissen abfinden werden!

Was aus ihm wohl mal wird, Mediziner, Jurist oder doch Philosoph?
Ein wenig beruhigt zuzzeln dann die vielen interessierten Heidelberger an ihrem Kirsch-Eis. Denjenigen, denen die Erfrischung die Nerven noch nicht genug beruhigt hat, steht im Direktkandidaten Lothar Binding ein einfühlsamer und interessierter Gesprächspartner zur Verfügung. Lothar erklärt, diskutiert und überzeugt mit einer nicht enden wollenden Energie… Wir Jusos sind nach einem Nachmittag in der prallen Sonne langsam echt platt, aber Lothar erscheint wie das Duracell-Häschen. Was für ein Kandidat! Und es ist super zu sehen, wie viele von den angesprochenen Passanten politisch komplett hinter ihm stehen. Das ist auch verständlich, schließlich nimmt sich Lothar die Zeit JEDE Anfrage an ihn persönlich zu beantworten. So gewinnt man Rückhalt.

Lothar für Heidelberg in den Bundestag
Wirklich – so könnte Wahlkampf immer sein!
Abends dann noch in großer Runde eine Kneipentour – wobei hier die Bedeutung auf Kneipe und weniger auf Tour liegt. Kein “Rein-in-Kneipe”, flyern, ein kleines Bier, “ab-in-die-nächste-Kneipe”, sondern ein Kandidat mit Truppe, der sich lange Zeit nimmt für ein persönliches Gespräch und dabei ein/zwei Kaffee trinkt. Letzteres wohl auch die Erklärung, warum die Bus-Crew nach der 3. Kneipen mit Müdigkeitserscheinungen schlapp gemacht hat und schon im Bett lag, als die Heidelberger und Lothar noch durch die Untere Straße zogen.
Heidelberg – ihr wart ‘n super Pflaster! Danke für euren Einsatz und holt euch das Direktmandat!












